Über mich...

Das Schwierigste an dieser ganzen Seitengeschichte ist für mich die Selbstbeschreibung. Über mich ... zwei Worte, so einfach, aber was wollt ihr wirklich wissen und wie schreibe ich über mich selbst, ohne das es nach Selbstbeweihräucherung klingt? Andererseits bin ich insgeheim furchtbar stolz auf meine Bücher und meine Arbeit. Wo fängt man da an? Was lässt man besser aus und wie viel darf man über sich preisgeben, ohne den interessierten Leser zu vergraulen? Tricky.

Vielleicht ein kurzer Abriss meines Lebenslaufs? Meine Schulbildung, meine eigentliche berufliche Ausbildung? Eine liebevolle Erwähnung meines Mannes und meiner beiden Kinder? Wann und wie alles begann?

 

Wer oder was, bin ich also?

 

Zu allererst bin ich Mutter und Ehefrau, mit allem, was da so einhergeht (Köchin, Putzfrau, Taxifahrer, Schneider, Maler, Alleinunterhalter, Konditor, Bodyguard, Hausaufgabenhelfer, Tränentrockner und Pflasterkleber).

Dann bin ich auch noch Nachbarin, Freundin, Retter in der Not, Sternzeichen Stier und die Frau, die man fragt, wenn man kurzfristig eine Idee für irgendwas braucht. („Frag doch mal Vonnie“ ist hier schon ein geflügeltes Wort unter allen, die mich kennen.)

Also im Grunde unterscheide ich mich kein bisschen von jeder anderen Frau. Ich liebe Schokolade, hasse meine Frisur an den meisten Tagen, habe nie das Richtige im Schrank und einen Faible für Kaffee.

 

Warum also die Webseite?

 

Ich bin eine sogenannte Indie-Autorin. Mit anderen Worten: Ich bin selbst für alles verantwortlich, was meine Arbeit betrifft. Die Bücher, die Cover, die Veröffentlichung und alles was mit der Werbung zu tun hat. Viel Arbeit und für einen Laien ein Weg voller Fallstricke, aber auch ungemein spannend. Das Schönste daran, ist die kreative Freiheit. Keiner sagt mir, wie ein Cover auszusehen hat, keiner schreibt mir meine Texte vor und niemand erklärt mir, für wie viel ich meine Bücher verkaufen soll.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Ich kann meine Werke viel günstiger anbieten, als die Verlage, die die ganze Maschinerie zu bezahlen haben, die hinter einem Bestseller steht.

Nachteil ist, dass ich vermutlich nie Millionen verdienen werde, aber hey, darum geht es mir auch gar nicht. Mein Ziel ist es, Menschen mit meinen Geschichten aus ihrem Alltag zu holen. Im Entstehungsprozess eines Buches hebel ich mich dabei selbst aus dem Alltag heraus und erlaube mir dabei in eine fantastische Welt abzutauchen, in der alles möglich ist und wildeste Fantasien wahr werden (wenn auch nur auf dem Papier). Es ist also mehr das Teilen, welches mir am Herzen liegt und die Arbeit an sich. Dieses wunderbare Gefühl, auf ein fertiges Manuskript oder Cover zu starren und sich selbst auf die Schulter zu klopfen.

Jeder der schon mal ein Projekt abgeschlossen hat, weiß was ich meine. Völlig wurscht, ob es sich hierbei um einen selbst gebackenen Kuchen, ein frisch renoviertes Zimmer oder einen selbst gehäkelten Topflappen handelt. Von wegen der Weg ist das Ziel, oder so. Blödsinn. Das Ergebnis ist es doch, was uns in Verzückung geraten lässt, auch wenn die Kuvertüre über den Rand gelaufen oder die Maschen in der dritten Reihe etwas durcheinandergeraten sind.

An allem, was wir selber machen, hängt unser Herz und meins hängt eben an meinen Charakteren und ihren Abenteuern. Das unbestrittene i-Tüpfelchen ist natürlich, wenn dann jemand tatsächlich das Werk liest und der absolute Ritterschlag, wenn es gefällt.

Photograph by Photography Zabel

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